10 Grundsätze der Werbung

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Die jeder Unternehmer kennen sollte.

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1. Werbung muss wahr sein.

Der wichtigste Grundsatz überhaupt. Werbung kann nur Erfolg haben, wenn sie hält was sie verspricht. Es hat überhaupt keinen Zweck, ein schlechtes Produkt oder eine nichtssagende Dienstleistung durch Werbung „schön“ zu reden.

Sie machen sich lächerlich, wenn Sie z.B. von einer einzigartigen Modewelt sprechen, obwohl es sich nur um eine ganz normale Boutique mit 200 qm und durchschnittlicher Auswahl handelt.

Sehen Sie das was Sie bewerben wollen kritisch aus der Sicht des Verbrauchers.
Lassen Sie sich nicht zu Werbeaussagen hinreissen, die sich spätestens beim Kauf des Produktes oder beim Betreten des Geschäftes als maßlos übertrieben herausstellen.

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2.  Bleiben Sie menschlich

Werbung richtet sich nicht an Maschinen und Gebäude, sondern an Menschen. Sie wollen dass sich Menschen für Ihr Produkt interessieren. Also sprechen Sie diese Menschen auch menschlich an. Verwenden Sie, wo immer Sie können, die persönliche Anrede, den Dialog.

Suchen Sie den Nutzen für den Verbraucher (was hat er vom Produkt). Stellen Sie diesen Nutzen so interessant wie möglich dar. Dozieren und belehren Sie nicht. Und vermeiden Sie plumpe Aufforderungen.

 

3. Werben Sie erfolgsorientiert

Werbung ist kein Selbstzweck, sondern soll in erster Linie den Verkauf fördern. Das ist zwar eine Selbstverständlichkeit, muss aber noch einmal deutlich gesagt werden.

Sie müssen daher alles tun, um das angebotene Produkt oder die Leistung so positiv und nutzenorientiert wie möglich darzustellen. Dies erreichen Sie durch die Entwicklung des richtigen Werbekonzeptes sowie die Wortwahl und die Gestaltung.

Ebenso wichtig ist, dass Sie zu den richtigen Medien greifen. Zum Beispiel ist es manchmal besser einen persönlichen Werbebrief zu schreiben, als den Umweg über teure Anzeigen zu nehmen und dadurch hohe Streuverluste zu riskieren.

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4. Fallen Sie auf

 

Nichts ist schlimmer als Werbung, die wir eine graue Maus durch die Medien geistert. Keiner sieht sie, keinen berührt sie, keiner regt sich darüber auf, keiner fühlt sich angesprochen. Werbealtmeister David Ogilvy sagte einmal: „Wenn Ihre Werbung nicht auf einer starken Idee aufbaut, wird sie unbemerkt vorüberziehen wie ein Schiff in der Nacht“.

Dies erreichen Sie durch ein gutes Konzept und die kreative Umsetzung in Wort und Bild. Bitte verzichten Sie auf plumpe Effekthascherei wie bei untenstehendem Beispiel:

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Immer auffallend und manchmal auch witzig ist die Werbung des Media Marktes oder von verschiedenen Baumärkten.

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5. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe direkt an

 

Werbung kann nicht alle erreichen und jedem gefallen. Es ist effektiver 10% gezielt anzusprechen, als 100 % verschwommen und allgemein.

Beispiel: „An alle die auf einen Familien-Van umsteigen wollen“ ist gezielter als „An alle, die jetzt ein neues Auto kaufen möchten“ wenn es um eine neue Großraumlimousine geht.

 
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6. Werben Sie wirtschaftlich

Bei Werbung kommt es nicht auf die Qantität, sonder auf die Qualität an. Ihr Werbeauftritt muss zu dem passen, was Sie vorhaben. Mit ganzen Seiten in der Zeitung wird man zwar gesehen, aber der Aufwand steht oft in keinem Verhältnis zum Etat. Zehn Anzeigen im lokalen Mitteilungsblatt können wirksamer sein, als drei Anzeigen in der überregionalen Zeitung.

7. Achten Sie auf ein einheitliches Erscheingungsbild

Ein Erzübel ist, ständig das Erscheinungsbild und den werblichen Auftritt zu wechseln. Mal wird diese Schrift verwendet, mal jene. Einmal steht das Firmenlogo links oben und einmal rechts unten. Vermeiden Sie unbedingt solchen Wildwuchs.

Der Verbraucher hat überhaupt keine Chance sich an ein bestimmtes Erscheinungsbild zu gewöhnen.

Schaffen Sie ein einheitliches Erscheinungsbild und sorgen Sie dafür, dass es überall durchgehalten wird. Das heißt Corporate Identity und gehört zum Grundgesetz der Werbung.

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8. Werben Sie kontinuierlich

Teilen Sie Ihr Werbeetat so ein, dass Sie das ganze Jahr damit werben können (von der Urlaubszeit mal abgesehen). Es hat keinen Sinn im Frühjahr ein wahres Werbefeuerwerk zu entfachen und dann kein Geld mehr für die Herbstwerbung zu haben.

Es dauert sowieso lange genug, bis der Verbraucher Ihre Werbung überhaupt wahrnimmt und sie registriert. Verlassen Sie ihn nicht wieder. Bleiben Sie am Ball und werben Sie ständig. Lieber verwenden Sie kleine Anzeigen und diese öfter als einmal eine Große.

Denn: Je öfter jemand eine Nachricht hört, desto mehr wird sie zu einer guten Nachricht. Das nennt man den Mere-Exposure-Effekt.

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9. Bleiben Sie fair

Verstoßen Sie nicht gegen das Werberecht. Setzen Sie keine Mitbewerber herab oder verunglimpfen Sie andere Produkte. Abgesehen davon, dass Sie sich eine Abmahnung einhandeln können: Auch der Verbraucher nimmt es übel, wenn man andere direkt oder indirekt madig macht. Sie gewinnen damit nichts.

Stellen Sie lieber heraus, welche Vorteile der Kunde hat, wenn er bei Ihnen kauft.

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10. Achten Sie auf sittliche Werte

Sie erinnern sich vielleicht an die Bennetton Werbung mit ihren provozierenden Plakaten, zum Beispiel der blutgetränkten Uniform. Die Meinung über diese Kampagne hat die Werbewelt gespalten. Einige fanden es toll, weil lebensnah und aktuell. Andere fühlten sich abgestoßen. Achten Sie darauf, dass Sie keine sittlichen oder religiösen Gefühle verletzen.

 

 

Quelle: Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt GmbH, Werbewissen - WEBE02S - Hans Jürgen Pomplitz